Gleitschirmflug

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Heute habe ich endlich ein Geburtstaggeschenk eingelöst. Dieses Geschenk war von meinem Götti und es war ein Gleitschirmflug. Der Flug war geplant für den Dienstag und dieser Dienstag war wirklich ein Prachtstag.

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Ich startete in Grindelwald, so war ich bereits etwas näher am Ziel, Mürren. Mit dem Zug nach Zweilütschinen, von dort nach Lauterbrunnen. Von dort nahm ich einen Bus und schon war ich an der Talstation für die Gondel nach Mürren, wo ich von meiner Pilotin in Empfang genommen wurde.

Wir stiegen in die doch sehr volle Gondel in Richtung Mürren ein. Einmal Gondel umgestiegen waren wir dann auch bereits in Mürren. In Mürren hatte es ungefähr 100 Skifahrer, welche alle für eine Gondel anstehen mussten. Wir liefen allerdings ein wenig auf die Sesselbahn.

Auf der Sesselbahn brauchten wir Platz für 2 Personen plus ein grossen Gleitschirm. Das Auf -und Absteigen gestaltete war schwerer als mit den Skis, aber es ging dennoch sehr gut, vor allem da ich nicht den Schirm tragen musste.

Hier noch der Startplatz, von welchem wir gestartet sind:

Start

Die Anleitung für den Start war ziemlich einfach: So schnell rennen wie es nur geht und zwar bis man den Boden nicht mehr berührt. Kurz nachdem wir auf dem Startplatz angekommen waren, sahen wir auch wie schwierig so ein Start sein kann: Wenn man zu früh mit dem Rennen aufhört, dann hebt man nicht richtig ab. Bei diesem Startplatz war dass auch nicht weiter wild, dann musste man einfach noch einmal nach oben laufen.

In unserem Falle ging aber alles bestens, wir verloren den Boden unter den Füssen und hoben ab. Kurz nachdem Start konnte man sich dann auch noch so richtig in den Sitz setzten und dann bambelten die Füsse weit über dem Boden.

Flug

Der Flug war dann eigentlich schon fast ruhig. Es war zwar richtig kalt, zum Glück hatte ich eigentlich alle Schichten an, welche ich irgendwo gefunden habe. Obwohl das Wetter kalt war, war die Aussicht sehr gut.

Wir sind zuerst nach rechts vom Startplatz geflogen und über ein kleines Tal, welches komplett zugeschneit und so nicht zugänglich war. Die Winterlandschaft sah wunderbar aus.

Danach drehten wir nach Links und flugen in die Richtung des Dorfes Mürren.

Mürren war wunderbar. Es sah ein wenig aus wie ein Miniaturwunderland. Man konnte alle kleinen Häuser ansehen und die Skifahrer sahen aus, wie kleine Ameisen auf dem Berge. Ein weiteres Highlight war als wir über den Abgrund in Mürren geflogen sind.

Ich blickte nach unten und das Gefühl war mega cool. Plötzlich waren wir gefühlte 1000 Meter über dem Boden. Ich weiss auch nicht genau, wie viele Meter es waren, aber ich bin mir sicher es waren mehrere 100 Meter. Obwohl wir so weit über dem Boden waren, fühlte es sich überhaupt nicht unsicher an, denn man Sitzt ja fest in den Fäden unter dem Gleitschirm.

Als nächstes Highlight kamen zwei spezielle Flugmanöver. Ich weiss die Namen zwar nicht mehr genau, aber sie waren beide sehr lustig.

Als erstes die Schaukel (Name von mir, wahrscheinlich nicht der offizielle Name). Die Schaukel geht so: Zuerst eine starke Kurve in eine Richtung gefolgt von einer starken Kurve in die andere Richtung. Das führt dazu dass man G-Kräfte so wirklich spürt. Es fühlt sich dann ein wenig an wie auf einer Achterbahn.

Danach sind wir noch ein letztes Manöver geflogen: die Spirale. Die Spirale ist eigentlich ganz simpel. Man startet eine Kurve in eine Richtung und dreht dann in diese Richtung, bis man genug hat von dem Manöver. Bei diesem Flugmanöver schwingt man so richtig nach Aussen und es ist wie eine Achterbahn. Das ganze ist wirklich sehr toll.

Nach all dem Spass durfte ich sogar auch einmal die Steuerung übernehmen. Wenn man in der Luft ist, ist das ganze sogar einfacher als man denkt. Links ziehen und es fliegt nach links; rechts ziehen und es fliegt nach Rechts. Ich gehe aber davon aus, dass es beim Start und vor allem bei der Landung viel schwieriger ist.

So machten wir eine letzte Drehung und sind den Landeplatz angeflogen.

Landung

Die Landung war einfach, aber das ist wohl auf die grosse Erfahrung von meiner Pilotin zurück. Sie traf den Landeplatz genau und wir machten uns bereit. Das heisst nach vorne lehnen und dann zum rennen bereit machen.

Wir traffen genau die Richtige stelle für die Landung. Dann rennt man wieder ein wenig und das ist schon die ganze Magie.

Geschirr abziehen und Schirm zusammen falten. Das ist schon alles gewesen.

Und zu guter Letzt auch noch ein kurzes Video von dem Flug: